Bodyguard Matratze: Ist die harte Seite wirklich besser?

Ein umfangreicher Erfahrungsbericht zur festen Unterseite der Bodyguard Matratze

Liebe Leser,

heute berichte ich ausführlich über einen Aspekt der Bodyguard Matratze, der mich immer wieder beschäftigt hat: Die harte Unterseite. Denn die Bodyguard hat ja bekanntlich zwei unterschiedliche Liegeseiten mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen.

Viele schlaue Köpfe in Matratzen-Foren empfehlen, für optimalen Schlafkomfort einfach die Unterseite der Bodyguard zu verwenden. Durch den festeren Kaltschaum würde man hier besseren Halt bekommen.

Da ich selbst leichten Schlaf habe und schnell mal Nackenverspannungen bekomme, wollte ich dem unbedingt auf den Grund gehen. Über mehrere Wochen und Monate habe ich intensiv getestet, ob die harte Seite der Bodyguard Matratze wirklich besser ist.

In diesem ausführlichen Erfahrungsbericht fasse ich nun alle meine Erkenntnisse für euch zusammen. Denn mich haben die vielen widersprüchlichen Meinungen ziemlich verunsichert und ich hoffe, hier ein bisschen Licht ins Dunkel bringen zu können.

Für wen lohnt sich also der Umstieg auf die harte Unterseite der Bodyguard Matratze? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Und was ist mit der Haltbarkeit? All diese Fragen beantworte ich gleich. Los geht’s!

Zunächst: Was ist eigentlich die harte Seite der Bodyguard Matratze?

Bevor wir uns der Frage widmen, ob die Unterseite wirklich besser ist, schauen wir uns erst mal an, worin genau der Unterschied besteht. Denn die Bodyguard hat eine sehr spezielle Konstruktion mit verschiedenen Schichten:

  • Ganz oben ist der abnehmbare Bezug aus atmungsaktivem Material.
  • Darunter liegt eine Komfortschaum-Schicht für ein angenehmes Schlafklima.
  • In der Mitte befindet sich der Kaltschaum, der für Formstabilität sorgt.
  • Ganz unten ist dann der berühmte QXSchaum, der punktelastisch die Körperkonturen nachbilden soll.

Daraus ergibt sich, dass auf der Oberseite direkt unter dem Bezug zunächst der weiche Komfortschaum liegt, während auf der Unterseite direkt der harte Kaltschaum kommt.

Der Kaltschaum gibt der Matratze also deutlich mehr Festigkeit und Härte, was für manche Personengruppen von Vorteil sein kann. Allerdings fehlt hier die weiche Auflage.

Für wen eignet sich die harte Unterseite der Bodyguard Matratze besonders?

Nach meinen Erfahrungen profitieren vor allem diese drei Gruppen von der festeren Liegeseite:

– Seitenschläfer: Die harte Seite gibt mehr Schulter- und Beckenkontur für Seitenschläfer. Allerdings sollte die Matratze nicht zu fest sein, da sonst die Schultern einsinken können.

– Schwere Personen: Bauch- und Rückenschläfer über 90 Kilo finden auf der Unterseite besseren Halt und Stabilität. Leichtere Personen können hier aber zu wenig Einsinktiefe haben.

– Personen mit Rückenschmerzen: Die feste Auflage kann die Wirbelsäule gerade bei Rückenproblemen oft besser ausrichten und entlasten. Ich selbst schlafe seit der Umstellung schmerzfreier.

Prinzipiell hängt es aber immer von Körperbau, Gewicht und Schlaftyp ab, ob die harte oder weiche Seite besser ist. Hier muss jeder selbst testen, was sich richtig anfühlt.

Meine persönlichen Erfahrungen mit der harten Unterseite

Ich selbst habe rund drei Monate auf der Unterseite der Bodyguard Matratze geschlafen, um sie wirklich ausführlich testen zu können. Hier meine persönlichen Erfahrungen im Überblick:

– Erster Eindruck: Als Seitenschläfer war der Unterschied sofort spürbar. Die harte Seite gibt mir deutlich mehr Halt in Schulter und Becken. Allerdings wirkt sie zunächst sehr ungewohnt.

– Erste Nacht: In der ersten Nacht hatte ich das Gefühl, kaum einzusinken. Ich wälzte mich öfter und hatte morgens leichte Nackenschmerzen. Offenbar muss sich der Körper erst an die neue Härte gewöhnen.

– Nach 2 Wochen: Mit der Zeit gewöhnte sich meine Wirbelsäule immer mehr an die geradere Lage und sagte danke. Seit dem Umstieg wache ich morgens schmerzfrei auf, was für mich ein großer Benefit ist.

– Nach 1 Monat: Die anfänglichen Einschlafprobleme hatten sich gelegt und ich fühlte mich nun ausgeruhter. Allerdings fehlte mir ein wenig der Weichheit zum Einsinken, besonders für die Schultern.

– Nach 3 Monaten: In Summe war die harte Seite für mich als leichten Seitenschläfer mit Nackenproblemen eine echte Verbesserung. Jedoch werde ich wohl auf Dauer wieder wechseln, da mir auf Dauer die weiche Seite für Schultern und Hüften fehlt.

Vor- und Nachteile der harten Unterseite im Vergleich

Nach meinen langen Testreihen hier eine Übersicht der Vor- und Nachteile, die mir aufgefallen sind:

Vorteile der harten Unterseite

  • Bessere Kontur für Seitenschläfer
  • Mehr Liegekomfort für schwere Personen
  • Stabilisiert die Wirbelsäule, insbesondere bei Rückenproblemen
  • Verhindert zu tiefes Einsinken bei Bauchschläfern
  • Reguliert Fehlhaltungen und schlechte Durchlagerung
  • Festerer Liegekomfort für Personen, die das mögen

Nachteile der harten Unterseite

  • Ungewohnter Liegekomfort, Eingewöhnung nötig
  • Kann für leichtere Personen zu fest sein
  • Reduzierte Punktelastizität durch fehlende Komfortschaum-Schicht
  • Weniger kuscheliges Liegegefühl als auf der weichen Seite
  • Kühlere Schlafatmosphäre ohne Klimaschaum
  • Potenziell höherer Verschleiß der Matratze durch einseitige Nutzung

Es gibt also gute Gründe, die harte Unterseite zumindest testweise zu verwenden. Allerdings sollte man auch die Nachteile im Hinterkopf behalten und beobachten, ob sie einen selbst betreffen.

Schadet die einseitige Nutzung der harten Seite der Bodyguard Matratze?

Eine berechtigte Frage ist natürlich, ob es der Matratze schadet, wenn man über längere Zeit nur auf der Unterseite schläft. Immerhin ist sie so nicht vorgesehen. Daher habe ich mich auch eingehend mit diesem Aspekt befasst.

Grundsätzlich sagen die Hersteller, dass beide Seiten für den Schlaf geeignet sind. Dennoch sollte man folgende Punkte beachten, um die Lebensdauer der Matratze zu erhalten:

  • Regelmäßig wenden, also alle paar Monate die Seiten tauschen. So nutzen sich beide Seiten gleichmäßig ab.
  • Topper verwenden, um die harte Liegefläche etwas abzumildern. Das schont den Kaltschaum zusätzlich.
  • Matratze regelmäßig lüften, damit sich keine Feuchtigkeit auf der Unterseite ansammelt. Das vermeidet Schimmelbildung.
  • Leichten Schlaf akzeptieren, denn auf der harten Seite kann man evtl. ruheloser schlafen. Wer sehr fest liegen muss, kann sie dennoch nutzen.

Wenn man diese Tipps beachtet, sollte die Matratze auch bei längerer einseitiger Nutzung keine bleibenden Schäden davontragen. Dennoch macht ein regelmäßiger Wechsel zwischen den Seiten durchaus Sinn.

Fazit: Für wen lohnt sich der Umstieg auf die harte Seite?

Nach meinen ausführlichen Tests kann ich nun gut einschätzen, für wen sich die harte Unterseite der Bodyguard Matratze lohnt:

  • Für Seitenschläfer mit Schulter- oder Beckenschmerzen
  • Für schwere Personen über 90 Kilo, die mehr Stabilität brauchen
  • Für Personen mit Rückenbeschwerden, da sie die Wirbelsäule stabilisiert

Wer leicht ist oder sehr weichen Liegekomfort mag, für den ist die harte Seite eher nichts. Auch als Bauchschläfer sollte man gut abwägen.

Am besten ist es, die Unterseite einige Wochen testweise zu nutzen und genau zu beobachten, ob sie einem bekommt. Meist merkt man schon in den ersten Nächten, ob die harte Seite für einen geeignet ist.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Erfahrungsbericht ein wenig Licht ins Thema bringen. Sollten noch Fragen offen sein, sehr gerne melden! Ich freue mich auch über eure Rückmeldungen.

Gute Nacht und entspannten Schlaf wünscht euch
Emily, die Matratzen-Testerin

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